Sozial bewegen

Kinder im Straßenfußballprojekt Colombianitos (Cali, Kolumbien) verrücken gemeinsam ein Fußballtor. Copyright: PLAY!YA

Jeder Mensch hat das Recht auf ein gutes Leben, auf Würde und Anerkennung, Glück, Gesundheit, Bildung, eine intakte Umwelt. Und jeder Mensch ist fähig, diese Rechte für sich und andere zu ver­wirklichen. Selbst­­ver­­trauen und Für­sprache, Wissen und Ressourcen hel­fen, sich zu entwickeln und das eigene Leben positiv zu gestalten. Doch nicht jeder Mensch ist dazu in der Lage oder hat die nötigen Mittel. PLAY!YA arbeitet mit Hilfe des Sports daran, sozial zu bewegen und gerade jungen Menschen ihre Mög­lich­keiten und ihr Potenzial vor Augen zu führen. Sport kann helfen, für das Leben zu lernen, selbst­ständig zu entscheiden und unsere Gesellschaft mitzugestalten.

Sport als Bereicherung und Chance

Sport und Bewegung halten Körper und Geist fit. Und mehr noch: Sie öffnen Räume – für Begegnung, Dialog, Austausch, gegen­seitiges Lernen und mensch­liches Mit­­ein­­ander. Sie bieten die Chance, die eigenen Fähig­keiten zu testen oder Ent­­täu­schungen zu ver­ar­beiten. Im Sport können sich Menschen und Kulturen begegnen und res­pek­tieren lernen. Fach­kun­dige Unter­stützung hilft, diese Er­fah­rungen auch im All­tag zu nutzen. PLAY!YA ar­bei­tet mit den positiven Aspekten des Sports, um sozial zu bewegen. Im Dialog mit anderen gesell­­schaft­­lichen Akteuren wird Sport nicht zur Leistungs­opti­mierung, sondern als Quelle bereichernder Lern­erfah­rungen eingesetzt.

Sport, soziale Wirklichkeit und gesellschaftliche Verantwortung

Vier Jugendliche mit Skateboards sitzen auf einer Parkbank in New York. Copyright: Panos ManologlouSport und Bewegung sind jedoch keine All­heil­mittel. Gewalt, Rassis­mus, Diskri­mi­nie­rung oder Ignoranz sind auch im Sport all­täg­lich. Über­stei­gertes Leistungs­denken, Kom­mer­zia­li­sierung, Kor­rup­tion oder Doping weichen zentrale Werte des Sports auf. Spieler, Trainer, Vereine und Verbände wissen oft nicht, wie sie an­ge­messen auf diese Phänomene rea­gieren können. PLAY!YA widmet sich daher auch der Wei­ter­ent­wick­lung des Sport mit Blick auf seine gesell­schaft­liche Ver­ant­wortung. Denn eine Vor­­bild­­funktion kann nur be­an­sprucht werden, wenn die Werte des Sports den Menschen zu Gute kommen und sich in der sozialen Wirk­lich­keit bewähren. Erst da­durch ge­win­nen Worte wie Fair­ness, Ver­ant­wortung und Respekt an Bedeutung.

Der Sport ist eine globale Erfolgs­geschichte, doch soziale Ent­wick­lung fördert er nur in ge­ringem Maße. Mit Hin­weis auf ihre Neu­tra­li­tät ent­zieht sich die Sport­welt zu oft ihrer gesell­schaft­lichen Ver­ant­wor­tung. Doch Sport ist Teil dieser Welt und darf nicht abseits stehen, wenn es um Armut, soziale Be­nach­tei­li­gung, Aus­beu­tung oder Gewalt geht. Als glo­­ba­le Sprache be­sitzt Sport immenses Potenzial, soziale Wirk­lich­keit positiv zu verändern. Sportler sind Vorbilder, sie inspi­rieren Mil­lionen von Menschen. Vereine können ihren Ein­fluss nutzen, um soziale Zwecke zu unter­stützen. Verbände können Struk­turen schaffen, um gesell­schaft­liche Prozesse nach­hal­tig mitzugestalten.

Genauso wichtig ist jedoch, dass Sport jeden Tag Millionen Menschen bewegt und zu­sam­men­bringt. Beim Sport­­treiben sind Herkunft oder soziale Unter­­schiede weniger wich­tig als im Alltag. Eine gute Vor­aus­set­zung, um unser Zu­sam­men­leben mit anderen Augen zu be­trach­ten, in Dialog zu treten und nach neu­artigen Antworten für mensch­liches Mit­ein­ander zu suchen.

Die Begeisterung für den Sport bietet vielfältige Mög­lich­keiten, sozial zu bewegen. PLAY!YA möchte dazu in verschiedenen Arbeits­feldern und Themen­bereichen einen Beitrag leisten.

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