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Migration und Integration


Für eine offene Gesellschaft

migration_integrationWas hat Menschen dazu veranlasst, ihre Heimat zu verlassen? Wie können sie unterstützt werden, sich in einer neuen Umgebung aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen? Und welche besonderen Bedürfnisse haben dabei Kinder und Jugendliche?

Diese Fragen sind aktueller denn je: So haben in Deutschland rund ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren einen nicht ausschließlich deutschen Hintergrund. In vielen Großstädten liegt dieser Anteil bei fast 40 Prozent. Gleichberechtigte Teilhabe und soziale Mobilität sind jedoch eher selten. Laut Berufsbildungsbericht 2010 des Bundesbildungsministeriums liegt bei jungen Menschen mit "Migrationshintergrund" die Quote beim Zugang zu weiterführender Ausbildung bei knapp 30 Prozent, bei jungen Deutschen hingegen bei fast 70 Prozent. Der Bericht führt dabei nicht mangelndes Interesse, sondern fehlende Chance als Grund an.

Eine offene, demokratische Gesellschaft kann jedoch nicht auf einen großen Teil ihrer Bevölkerung verzichten. Allen Bürgern müssen gesellschaftliche Teilhabe und Mitbestimmung möglich sein. Gleichberechtigung erfordert umgekehrt eine aktive Auseinandersetzung mit und Anerkennung der politischen, geschichtlichen und kulturellen Gegebenheiten.

Spielräume für Integration

Sport hat die Möglichkeit, Freiräume zu erschließen: Er kann Öffentlichkeit schaffen für spezielle Anliegen von Migrantinnen und Migranten, kann Selbstwertgefühl und gesellschaftliche Akzeptanz steigern oder ganz einfach Menschen zusammenbringen. Denn Integration ist kein technischer Prozess – gelingen kann sie nur, wenn nicht ein zu lösendes Problem gemeint ist, sondern die gleichberechtigte Gestaltung einer gemeinsamen Umwelt.

PLAY!YA widmet sich der Weiterentwicklung von Methoden und Konzepten im Sport, um neue Spielräume für Integration zu schaffen und dadurch die gesellschaftliche Teilhabe von Migranten zu verbessern.