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Freistoß

Jugendliche sitzen auf Fußballtor. Copyright: PLAY!YASozialtraining für straffällige Jugendliche
Anfang Februar ist in Berlin das Projekt "Freistoß" an den Start gegangen, ein soziales Training für straffällige Jugendliche. Ihre ganz legalen Motivationsspritzen sind Sport und Kommuni­kation. Sie sollen den Teilnehmern auch außerhalb des Spielfelds neue Energie verleihen. Träger des Projekts ist der Verein BalanX e.V., PLAY!YA koordiniert den sportlichen Teil. Partner von "Freistoß" sind die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, die Bewährungshilfe Berlin sowie die Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule in Neukölln.

Was passiert, wenn Jugendlichen der Einstieg ins Berufsleben einfach nicht gelingt? Und wenn berufliche Integrationsmaßnahmen immer wieder scheitern? Dann leidet die Eigenmotivation, sinkt das Selbstvertrauen und fehlt der Glaube an Veränderung. Denkbar ungünstige Voraussetzungen für junge Menschen. Nicht selten führen sie zu Straftaten, Drogenmissbrauch oder Depressionen. Im Sport gelingen jedoch oft Dinge, die außerhalb des Spielfelds undenkbar scheinen: Regeln einhalten, Verantwortung für sich und andere übernehmen, Anstrengungen aushalten und den eigenen Körper einsetzen! Das Projekt "Freistoß" bedient sich sportlicher Methoden, um den jungen Teilnehmern positive Selbsterfahrungen zu ermöglichen. Sie sollen motiviert werden, diese positiven Erlebnisse auch in ihren Alltag einzubauen.

BalanX für die Psyche, PLAY!YA für den Sport

Träger des Projekts ist der Neuköllner Verein BalanX e.V., seit 2003 als Träger der Jugendhilfe in der Suchtprävention tätig. Das Sozialtraining richtet sich an straffällige und suchtgefährdete Jugendliche, bei denen ein Zusammenhang zwischen Straftaten und dem Konsum von Alkohol und/oder anderen Drogen besteht. Ziel von "Freistoß" ist es, die Teilnehmer langfristig zu mehr Eigenständigkeit und positiven Verhaltensänderungen zu motivieren. Mit Hilfe von Sport und insbesondere Fußball arbeiten sie an ihren körperlichen und kommunikativen Fähigkeiten und lernen einen produktiven Umgang mit Konflikten. Schwerpunkt der Arbeit sind soziale Trainings, die psychologische Betreuung und Sport verbinden und den persönlichen Hintergrund der Jugendlichen miteinbeziehen. PLAY!YA hat dafür spezielle Trainingseinheiten erstellt. Gruppentraining, Einzelgespräche und Exkursionen ergänzen das Angebot. Am Ende der dreimonatigen Pilotphase werden die Veränderungen von Körper und Geist gemeinsam analysiert. Partner von „Freistoß“ sind die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie die Bewährungshilfe Berlin. Das Sporttraining findet zwei Mal wöchentlich in der Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule in Neukölln statt.

Kontakt: Andreas Eilsberger – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  |
Simon Groscurth – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!